Alles, was Sie schon immer über Schwedenöfen wissen wollten!

Früher wurden Schwedenöfen in erster Linie dazu genutzt, um einen Raum zu beheizen. Heutzutage steht dagegen die Gemütlichkeit im Fokus. Es gibt für viele Menschen nichts Schöneres, als sich an einem kalten Wintertag vor einen Schwedenofen zu kuscheln und bei einem guten Buch zu entspannen. Bei der Nutzung eines Schwedenofens lässt sich aber auch das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Hierfür stehen Liebhabern des offenen Feuers verschiedene Arten und Ausführungen zur Verfügung.

Was ist ein Schwedenofen?

Woher der Schwedenofen seinen Namen hat, ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Heizen mit Holz in Schweden und Skandinavien eine große Rolle spielt. Viele Schweden erwärmen ihre Häuser mit Holz. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn wir bedenken, über wie viele weitläufige Wälder Schweden und ganz Skandinavien verfügt. Nichts macht mehr Sinn, als diese Kapazität zu nutzen und mit Holz zu heizen.

Ein Schwedenofen ist ein Synonym für einen Holzofen und betont die Gemütlichkeit, die mit einem wärmespendenden Holzofen einhergeht.

Wie funktioniert ein Schwedenofen?

Der Schwedenofen heizt nicht nur einen einzelnen Raum. Mit einer zusätzlichen Wassertasche beheizt er auch weitere Räume und sorgt für eine wohlige Atmosphäre.

Die hierfür benötigte Energie erzeugt der Holzofen durch den Verbrennungsprozess, der im dafür vorgesehenen Brennraum stattfindet. Dabei entstehenden Abgase leitet ein Abgassystem nach draußen. Die gewonnene Wärme erwärmt als sogenannte Strahlungswärme den Raum. Wasserführende Modelle bieten den zusätzlichen Vorteil, Heizungs- beziehungsweise Brauchwasser zu erhitzen.

Viele Menschen schätzen an einen Schwedenofen den Blick auf ein wärmespendendes Feuer. Während glühende Holzscheite knisternde Geräusche verbreiten, können sie entspannte Momente genießen und den Alltag für eine gewisse Zeit vergessen.

Welche Arten von Schwedenöfen sind im Handel erhältlich?

Schwedenöfen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die verschiedene Anforderungen erfüllen. Da wären zum Beispiel:

Raumluftabhängige Schwedenöfen

Ein raumluftabhängiger Schwedenofen nutzt die im Raum befindliche Luft. Bei Häusern und Wohnungen, die über eine normale Dämmung verfügen, ist die vorhandene Luft ausreichend, damit der Abbrand im Feuerraum gleichmäßig sowie effizient erfolgt.

Raumluftunabhängige Schwedenöfen

Diese Art von Schwedenofen ist optimal für gut isolierte Niedrigenergiehäuser. Der Schwedenofen bezieht den benötigten Sauerstoff über einen Luftschacht. In gut gedämmten Gebäuden sind raumluftunabhängige Schwedenöfen eine sinnvolle Heizmöglichkeit.

Wasserführende Schwedenöfen

Um den Wirkungsgrad eines Ofens zu steigern, besitzen wasserführende Schwedenöfen eine Wassertasche, auch als Wärmetauscher bekannt. Die durch das Feuer erzeugte Wärme erhitzt Wasser. Dieses wird nun über einen Kreislauf in die Heizungsanlage gespeist oder auch zu einem Pufferspeicher geführt. Warmes Wasser kann nach Bedarf abgerufen werden. Sind Sie an einem neuen Schwedenofen interessiert, ist eine wasserführende Version empfehlenswert, da solch ein Holzofen effizienter arbeitet. Fördergelder sind außerdem für diese Art Schwedenofen verfügbar und bilden einen lukrativen Kaufanreiz.

Gemauerte Schwedenöfen

Moderne gemauerte Schwedenöfen sind aus Stahl oder Gusseisen gefertigt. Der Innenraum dieser Holzöfen sind mit Schamotten oder Vermiculite-Platten ausgekleidet. Gemauerte Schwedenöfen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. So handelt es sich bei Holzöfen die verkachelt sind, um Kachelöfen. Modelle, deren Heizeinsatz mit Holz und Mauerwerk verkleidet sind, zeichnen sich durch ein traditionelles Design aus.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Schwedenofen im Wohnbereich integrieren zu können?

Bevor Sie sich für den Kauf eines Schwedenofens entschließen, sollte die Statik des Gebäudes durch einen Fachmann geprüft werden, da Böden und Decken älterer Immobilien der Belastung meistens nicht mehr gewachsen sind. Falls der geplante Schwedenofen nicht auf einem feuerfesten Untergrund stehen kann, schreibt das Gesetz eine Feuerschutzplatte vor. So ist die Umgebung gegen Funkenflug geschützt.

Weitere Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

  • Geeignetes Abgassystem:
    Ein Schwedenofen heizt das Eigenheim mit Holz. Dadurch können hohe Abgastemperaturen entstehen. In erster Linie muss der Schornstein für die Nutzung eines Holzofens ausgelegt sein. Außerdem gilt es den Forderungen der Bauordnung sowie Feuerungsverordnung nachzukommen. Moderne Schwedenöfen sind eine optimale Ergänzung von ein- oder doppelwandigen Edelstahlschornsteinen. Einwandige Systeme sind ideal für eine Schachtsanierung sowie für doppelwandige Schornsteine aus Edelstahl mit einer Montage an der Außenwand.
  • Abnahme durch einen Schornsteinfeger:
    Wie bei allen Feuerungsanlagen muss die Abnahme eines Schwedenofens durch den örtlichen Schornsteinfeger erfolgen. Er kontrolliert, dass alle Vorgaben erfüllt sind und die Anlage jeglichen Sicherungsforderungen standhält. Erst nach einer erfolgreichen Abnahme steht der Nutzung eines Holzofens nichts mehr im Wege. Verstöße ahndet das Ordnungsamt mit einem Bußgeld.
  • Einhalten der Forderungen des Immissionsschutzgesetzes:
    Um die Wärme eines Schwedenofens genießen zu können, sind die Grenzwerte der Stufe 2 der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchV) gültig. Durch Einhaltung der gesetzlichen Forderungen werden schädliche Umwelteinwirkungen durch Emissionen in der Luft verhindert, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

Welches Holz eignet sich zur Beheizung eines Schwedenofens?

Ein Schwedenofen spendet wohlige Wärme. Die Qualität des Holzes ist ein wichtiger Faktor für die Effizienz. Achten Sie darauf, dass das Brennmaterial sehr trocken ist, um die vorgegebenen Emissionswerte zu erfüllen. Abfälle oder Sonstiges haben in einem Schwedenofen nichts zu suchen. Schäden im Inneren des Holzofens oder am Schornstein, die durch Rußablagerungen entstehen, wären die Folge.

Wieviel kostet ein Schwedenofen?

Schwedenöfen sind im Handel bereits für unter 1000 Euro erhältlich. Möchten Sie in ein größeres und effizienteres Ofenmodell investieren, müssen Sie mit Preisen von 1500 bis 5000 Euro rechnen.

Haben Sie sich entschlossen in einen Schwedenofen zu investieren, dürfen Sie die separat anfallenden Kosten, wie beispielsweise für die Anpassung der Schornsteinanlage, Montage sowie Abnahme durch den Schornsteinfeger nicht außer Acht lassen. Auch der Anschluss, der nach gewähltem Modell variiert, muss im Kostenaufwand einbezogen sein.

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